Soll sich Jemand blos von Fleisch erhalten, so wird es vielleichtzu viel} soll sich Jemand blos von Gemüse nähren, so wird eszu wenig. In dem letzteren, und vorzüglich in dem Obst, istso viel Wässeriges, dals es eine erfrischende, kühlende Zuthat zuder kräftigeren Fleischnahruug ist, und die Verdauung erleich-tert, und den Stuhl befördert.
W'ir besitzen eine Schrift (The works of tbe late Will.Stark. Lond. 1788 - 4 - übers. Klinische und anat. Bemerkungen.Breslau 1789 - 8 -) die das Tagebuch eines jungen, trefflichenArztes enthält, welcher um die Vorzüge der gemischten Nahrungzu beweisen, vom Junius 1769 an eine Reihe diätetischer Ver-suche an sich selbst anstellte, so dafs er eine Zeitlang nur Broduud Wasser; Brod, Wasser und Zucker; Brod, Wasser undOel; Brod, Wasser und Milch; Brod, Wasser und Gänsebra-ten; Brod, Wasser und gekochtes Rindfleisch, u. s. w. genofs.Bei der 24ste n Reihe von Versuchen, mit Brod, Chesterkäse undRosmarinaufgufs, starb er im Februar 1770 im 29sten Jahre sei-nes Alters, und litt Vorher schon sehr bei mehreren der andernVersuche. Sie sind nicht ohne Interesse, da sie von statischenVersuchen, von einer Angabe der Gesundheitsumstände, nament-lich des Schlafs und aller Excretionen begleitet sind: allein einResultat können sie nicht geben, da sie zu individuell sind.Der Herausgeber (James Carmichael Smyth) will denTod seines Freundes nicht, wie Andere, von dessen Ver-suchen, sondern von getäuschten Hoffnungen bei der Bewer-bung um eine Stelle herleiten, allein sie wirkten doch gewifssehr nachtheilig ein, wie aus seinem Tagebuch hervorgeht, unddie, wo er hauptsächlich von Fett und dergleichen lebte, mufs-ten es thun.
Eben so wenig können die Versuche an einzelnen Thierenhelfen, und sie beweisen wenig, weder für die Verdaulichkeitder Nahrungsmittel, noch für das, was daraus in den Chylusaufgenommen wird, weil hierbei gewöhnlich ein Uebermaafs'derSubstanz gegeben wird, worüber man etwas zu wissen "wünscht.Vortrefflich sind aber die im Grofsen angestellten und lange
durch-