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nen Durchfall, und wenn sie in den Magen kommtBrechen erregt; wenn sie aber nach beiden Seitenhin uberströmt, eine Gallenruhr (cholera) bewirkt.
Anra. Mit Recht bemerken Tiedemannn und Gmelin(S. 363-)» dafs die ehmals öfters geäufserte Idee, als ob derChylus durch die Galle in Flocken niedergeschlagen würde, ver-werflich sey, weil diefs nur seine Einsaugung verhindern oderwenigstens erschweren könnte.
Ihre Hypothese über die Umwandlung des Käsestoffs inEiweifsstoff und umgekehrt (S. 357-) nennen sie selbst gewagt.Ueber die Bildung der organischen Stoffe sind wir auch nochganz im Dunkeln, und wir sehen sie immer nur aus andern or-ganischen Stoffen her.vorgehen, wie sie selbst früher (S. 355.)aus ihren Versuchen gegen Prout über die Bildung des Ei-weifsstoffs schlossen.
§. 410 .
Soll die Chylification gehörig vor sich gehen,so ist es nicht hinreichend, dafs die Magen- undDarmsäfte, dafs der pancreatische Saft und die Gallein quantitativer und qualitativer Beschaffenheit nor-mal sind, sondern es müssen auch die Nahrungs-mittel solche Stoffe enthalten, die mittelst jenerFlüssigkeit zu einem Chylus werden können, wie erdem Menschen überhaupt, oder speciell nach Alter,Constitution und Lebensart genügen, oder für denbeim Stoffwechsel nothwendigen Verlust einen hin-reichenden Ersatz darbieten kann.
Die Frage ist also nicht, ob etwas kümmerlichdas Leben fristen, ob etwas bezwungen werdenkann, sondern wie es gedeihen mag. Darüber kannnur eine lange Erfahrung durch Beobachtungen an