man eine Stelle der Länge nach auf, so rollen sich die Seitenso um, dafs die innere Darmflächa die äufsere wird. Wennman diefs alles bedenkt, so kann man unmöglich die antiperi-staltische Bewegung vom Pressen der Bauchmuskeln ableiten.Diese, wie das Zwerchfell, helfen bei allen Entleerungen der imUnterleibe befindlichen Organe, allein sind keineswegs die ein-zige Ursache davon.
§. 405.
Der dünne Darm des Menschen ist durch diein ihm befindlichen, im Zwölffingerdarm am stärk-sten ausgebildeten, allmählich schwächeren und ge-gen das Ende des Krummdarms sich ganz verlieren-den, häufig in einander durch Seitenäste übergehen-den Queerfalten (valvulae conniventes s. Kerckrin-gii) sehr ausgezeichnet. Tyson erwähnt ihrernicht bei Simia Troglodytes; Camper sagt vomOrang-Utang (S. 166*), dafs im Dünndarm garkeine Queerfalten noch Runzeln vorhanden sind. Beiandern Affen, und überhaupt bei den übrigen Säug-thieren, die ich untersucht habe, oder beschriebenfinde, ist nirgends etwas Aehnliches. Bei dem Schna-belthier (Ornithorhynchus) sind freilich Queerfal-ten, allein auf eine ganz verschiedene Weise. Sieliegen nämlich vom Anfang des dünnen Darms an,bis neun Zoll vor dem After, wo sie plötzlich auf-hören, und der Darm ganz glatt wird, auf das Al-lerdichteste parallel auseinander, sind auch ohnealle Zotten. Diese Zottenlosigkeit gilt auch vonallen andern Thieren, in deren Darm Falten Vor-kommen, z. B. bei dem Maulwurf, und dem Gold-maulwurf unter den Säugthieren, bei sehr vielen