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Lund. 1808' 4-) zweifelt sogar, ob die Längsfasern des Grimm-darms musculös sind: doch mochte ich meinem Freunde hieiinnicht beistimmen, da mir jene deutlich aus den Fasern des dün-nen Darms zu entstehen und in die des Mastdarms überzugehenscheinen.
Dafs die wurmförmige Bewegung durch den Reiz der Luftstärker erregt wird, ist gewifs, doch möchte ich nicht deswegenmitKrimer (Untersuchungen und Beobachtungen über die Be-wegung des Darmkanals im gesunden und kranken Zustande. InHorn’s Archiv. 1821- 1 B. S. 228 — 285-) die rückgängigenBewegungen des Darms für widernatürlich und nur die vor-wärtsgehenden für natürlich halten. Ich sehe sie bei keinenandern Tliieren, als bei den Säugthieren, wo die eigenthüm-liche Anheftungsart sie so leicht gestattet, ja auch wohl nur des-wegen statt, findet. Man sieht sie auch ohne alle Zeichen desKrampfs oder einer gewaltsamen Bewegung; denn man mufsdas sanfte Hin- und Hergehen des Darms von einer starkenantiperistaltischen Bewegung wohl unterscheiden.
Plagge’s Idee, dafs die peristaltische Bewegung des Darmsein Athmen desselben sei, scheint mir nur eine Paradoxie, undwenn Krimer (a. a. O.) Plagge’s Gründe widerlegt undandere dafür aufstellt, so möchte ich ihnen doch auch nichtmehr Beweiskraft einräumen. Bei der Lehre von dem Athem-holen werde ich das Nötbige darüber sagen.
Anm. 2. Wie stark die Zusammenziehungen des Darmswerden können, beweisen die Fälle, wo sich, im Ileus Darm-stücke so fest in einander ziehen, dafs sie eingeschnürt werden,und man sie nicht lösen kann, wodurch sich diefs sogleich vonden Fällen unterscheidet, wo in Kinderleichen Darmstücke ineinander geschoben gefunden werden: diese kann man nämlichauf das Leichteste durch Einblasen der Luft auseinander bringen.Eben so findet man bei dem Vorfall des Mastdarms, bei Kolikenu. s. w. starke Zusammenziehungen der Muskelhaut; schneidetman aueli bei kürzlich gestorbenen Thieren den Darm irgendwo«juecr durch, so rollen sich die Enden zurück, und schneidet