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4. Der Speichel des Schafs enthält schwefelblau-saures Alkali, der pankreatische Saft nicht.
Die übrigen Salze sind jedoch ungefähr dieselben.
Die Verfasser ziehen hieraus den Schlufs, dafsdiejenigen Physiologen irren, welche den pankreati-schen Saft mit dem Speichel für identisch halten.
Bedenkt man aber dagegen das Abweichendein den Analysen so geachteter Chemiker, so kannman wohl nur annehmen, dafs der pankreatischeSaft eben so abweicht, als der Speichel, der jaauch zuweilen sauer erscheint, während er sonstneutral ist, und wenn man auch keine Identität desSpeichels und pankreatischen Saftes annimmt, soist doch die Verwandschaft unverkennbar, und mankann sie füglich in eine Klasse bringen.
Dafs der pankreatische Saft nichts Ausgezeich-netes habe, geht schon daraus hervor, dafs er indem Thierreiche so wenig ausgebreitet ist. Beson-ders aber spricht ferner dafür der Umstand, dafsdas Pancreas so oft den Hunden gröfstentheils aus-geschnitten, und der Ueberrest unterbunden ist, sodafs die Wirkung des Organs gänzlich aufgehobenward, ohne dafs es ihrer Gesundheit Nachtheilbrachte. J. Conr. Brunner (Experimenta novacirca Pancreas. L. B. 1722. 8.) hat hierüber einegrofse Reihe sehr interessanter Versuche angestellt,so dafs die Sache keinen Zweifel leidet, und Tre-viranus mit Recht einen grofsen Werth darauflegt. Denn was konnte wohl bei ausgeschnittenem