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2,2 (1828)
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Pancreas Ersatz leisten, als wäßrige und speichel-artige Säfte?

Die Wirkung desselben auf den Speisebreidarf also nicht zu hoch angeschlagen werden, wo-rüber mehr in dem folgenden Abschnitt.

Anm. 1. Welche Veränderungen die Säfte der Pflanzenuntergehen, ist bekannt. Das Bryophyllutn calycinum hat desMorgens einen sauren Geschmack, Mittags keinen, Abends ei-nen bittern. Link (Elementa Fhilosophiae hotanicae. Berol.1324. 8- p- 39l.) sah dessen Saft des Morgens das Lacmus-papier röthen,. des Mittags nicht. Er fand dasselhe auchbei andern Pflanzen, z. B. bei Cacalia ficoides, Portulacaria afra,Sempervivum arboreum. Die Abhängigkeit der Pflanzen vonäußern Einflüssen ist freilich gröfser, als die der Thiere, dochauch bei den letzteren grofs genug. Wenn das Fleisch, wenndie Milch von den Nahrungsmitteln, die letztere auch von al-lerlei Arzneimitteln so vieles annehmen, dafs ihre Natur sehrverändert wird, so dürfen wir uns auch nicht wundern, wennandere thierische Flüfsigkeiten Verschiedenheiten zeigen, wennwir auch die Ursachen nicht immer bestimmt angeben können.

Anm. 2. Die älteren Sehriftsteller haben eine Mengeseltsamer Theorieen über den Nutzen des Pancreas aufgestellt,allein keine ist seltsamer, als die eines sonst achtungswerthenSchriftstellers, Fr. Hildebrandt (Ueber den Zweck des Pan-creas. Im Abhandl. der Physik. Med. Soc. zu Erlangen. 1. B.S. 251 2670, der sich aber diefsmal von dem Schimmer ei-ner thörichten Naturphilosophie blenden liefs. Er stellt näm-lich die Vermuthung auf, dafs das Pancreas durch seine Be-rührung so auf das Duodenum wirke, dafs dessen nöthigespecifische Erregbarkeit unterhalten werde! Wie ,'viel mehr istdie Thätigkeit des Darms, als die dieser Drüse; wie verschiedendie Lage bei den Thieren: doch es bedarf wohl keiner Wi-derlegung.

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