Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
194
Einzelbild herunterladen
 

194

seine Zusammensetzung aber, und ob er saurer oderalcalinischer Natur sey, ist seit seiner ersten Un-tersuchung zweifelhaft geblieben.

Wie das Pancreas durch W T irsungs Ent-deckung des darin befindlichen, von ihm 1642 ab-gebildeten und nach ihm benannten Gangs, die Au-gen aller Aerzte auf sich zog, stellte Franz de IeBoe Sylvius die Vermuthung auf, dafs der pan-creatische Saft sauer sey, und durch sein Aufbrau-sen mit der Galle die Chylification bewirke. SeineSchüler Graaf und Schuyl fingen hierauf an, denSaft bei lebenden Thieren zu untersuchen, und be-stätigten ihres Lehrers Meinung. R. de Graaf(p. 304.) giebt ihn nicht blos bei den Hunden saueran, sondern so habe er ihn auch in der Leiche ei-nes dreifsigjährigen, bei voller Gesundheit verun-glückten Schilfers gelunden; Schuyl (das. S. 301.)nennt ihn acido-austerus.

Die folgenden Schriftsteller, wie Brunner,B o h n u. s, w. läugneten die saure Beschaffenheitdes pancr. Safts, Goch nur nach ihrem Geschmack;Heuermann (III. S. 807.) dagegen fand ihn we-der mit Laugensalzen brausend, noch den Veilchen-syrup färbend. Man sah ihn also als identisch mitdem Speichel an.

A. C. Mayer fand den Saft in der (Anm. 3.d. vor. §.) gedachten Blase am pancr. Gang derKatze durchsichtige klebrig, nicht schäumend, sichetwas mehr als den Mundspeichel ziehend, und ei-nige weifse Flocken als Niederschlag enthaltend.

*