nicht billigt, sind Körper von eigentümlicher Be-schaffenheit in der Milz? •
Sobald nicht von der Milz des Menschen, son-dern gewisser Säugthiere die Rede ist, so bejaheich diese Frage unbedingt. In der Leber des Rin-des, des Schafs, des Hundes, der Katze sieht mansie aufserordentlich deutlich, als kleine, runde,weifsgraue Körperchen, deren jedes an einem Ge-fäfs, wie an einem Stiel hängt, wenn man es mitder Spitze des Skalpells heraushebt. Ihre Gröfsebeträgt bei den kleineren Thieren eine Viertel- biseine Drittel-Linie, bei dem Rinde bis eine halbeLinie. Herausgehoben fallen sie zusammen, oderzerfliefsen, und scheinen mir für Bläschen genom-men werden zu können. Ihre Menge ist sehr grofs,da sie durch die ganze Milz zerstreut sind. In derMilz des Pferdes kann ich keine Bläschen finden,obgleich ich kürzlich drei frische Pferdemilzen un-tersucht habe; im Schwein eben so wenig. ZumBehuf dieses Paragraphs habe ich neun frischemenschliche Milzen (sieben von Erwachsenen, zweivon Kindern) untersucht, allein jetzt so wenig wiesonst Bläschen darin bemerkt.
Man hat ehemals die Venen der menschlichenMilz als mit Klappen versehen angenommen, dochhat Haller (El. Phys. I. p. 144. VI. p. 404.) dasFalsche darin gezeigt. Ew. Home (Lectures IV.tab. 34.) hat zwar die Venen des Magens, welchein die kurzen Venen übergehen, knotig vorgestellt,doch keine Klappen darin abgebildet, ich habe auch