Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
149
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Leber in die Gallenblase, deren Austührungsgangsich von dem Lebergang mehr oder minder entfernt inden Darm senkt. Wo die Gallenblase fehlt, da gehengewöhnlich zwei bis drei Lebergänge zum Darm.Bei den Amphibien, die sämmtlich eine Gallen-blase besitzen, geht ebenfalls der Lebergang undder Gallenblasengang getrennt zum Daim.

Die Fische haben, bis auf ein Paar von Cu-vier genannte Ausnahmen, eine Gallenblase, in de-ren Hals oder Gang sich gewöhnlich eine MengeLebergänge einsenken, und nur wo die Blase fehlt,geht der Lebergang unmittelbar in den Darm,sonst öffnet sich der Blasengang in den Darmganz nahe am Magen, und nicht selten in die dasPancreas ersetzenden Blinddärme, worüber ich aufCuvier verweise, so wie auf Fr. Guil. Mieren-dor/'f De liej >ate piscium. Berol. 1817. 8*

Bei den Mollusken und übrigen wirbellosenThieren kommt keine' Gallenblase vor, denn derehemals fälschlich dafür gehaltene Dintenbeutel derüephalopoden steht in gar keiner Verbindung mitder Leber. Bei allen jenen Thieren geht die(falle- durch mehrere Oeffnungen der Leber oderGallengänge in den Darmkanal.

Bei dem Menschen und bei den Thieren, woein gemeinschaftlicher Gallengang ist, trägt die ei-gene Thäligkeit der Gallenblase wohl wenig odernichts zu ihrer Entleerung bey, und die Bewegun-gen dos Zwölffingerdarms wodurch die Mündung desGanges erweitert und geschlossen wird^ ziehen wohl