148
Zellgewebe begreift. Mir scheint e9 nicht den Namen einerHaut zu verdienen. Cloquet (Traite • d’Anatomie ilescrip-tive. T. 2. p- 1032-) nennt sie: Enveloppe celluleuse ou
profonde.
§. 395 .
Die in den Gefäfsknäueln der Leber abgeson-derte Galle nehmen die in ihnen wurzelnden Gal-. lengänge auf, tragen auch wahrscheinlich zu ihrerBereitung daselbst mit bey, und es ist merkwürdig,dafs man nie Blut in ihnen antrifft, das doch inden Nieren so leicht mit dem Harn fortgeht: dochist es auch hier leichter zu erkennen. Der aus denGallengangen allmälich zusammengesetzte"" Leber-gang (ductus hepaticus) mündet sowohl mit demGange der Gallenblase (ductus cysticus) als mitdem gemeinschaftlichen Gallengange (ductus chole-dochus) zusammen, und so lange dieser die Gallenicht in den Zwölffingerdarm ergiefst, tritt die Galleaus “»lern Lebergange in die Gallenblase (vesiculafellea).
Bei dem Menschen und den mehrsten Säug-thicrcn, die eine solche besitzen, erhält sie ihreGalle blos durch ihren Blasengang, doch mit demUnterschiede, dals der letztere bei vielen Thiereneine Menge Lebergänge aufnimmt; bei wenigenSüugihieren dagegen gehen eigene Gänge aus derLeber in die Gallenblase (ductus hepaticocystici)dergleichen man auch ehemals dem Menschenfälschlich zuschrieb. In den Vögeln, welche grufs-' tentheils mit einer Gallenblase versehen sind, gehengewöhnlich ein, zuweilen mehrere Gänge aus der