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auch bei dem Menschen für einige Zeit wenigstensdie Galle aus arteriellem Blut abgesondert werdenkann. Betrachten wir aber dagegen die Gröfse unddas Verhältnifs der Pfortader, welche sich auf arterielleWeise in der Leber ausbreitet, so wie, dafs sie beiallen Wirbelthieren sich auf eine ähnliche Weiseverhält, so scheint es aufser Zweifel, dafs die Gal-lenabsonderung vorzüglich von der Pfortader aus-geht, während die Leberarterie hauptsächlich dieErnährung der Leber und aller zu ihr gehörigenTheile besorgt. Bei ihrem Zusammenhänge mitden übrigen Gefäfsen sehe ich nämlich keinenGrund, sie ganz von der Gallenabsonderung aus-zuschliefsen.
Auf die Versuche, wo ungeachtet der Unter-bindung der Arterie' die Gallenabsonderung stattfand, lege ich gar keinen Werth, weil sie zu vielbeweisen. Für eine gewisse Zeit kann die Leberso etwas ertragen; auf die Länge würde dadurchdie Ernährung und Belebung der Leber und ihrerGefäfse gelitten haben, und also auch die Gallenab-sonderung auf jeden Fall leiden müssen.
Der Einwurf gegen die Function der Pfortader,dafs alle Secretion arteriell sey, war immer sehrschwach, weil wir den Vorgang in den kleinstenGefäfsknäueln oder Drüsenkörnern, nirgends ken-nen, und also den Antheil der venösen Thätigkeitdabei nicht zu würdigen wissen. Seit Jacobson’sEntdeckung aber, dafs die Harnabsonderung bei
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