Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
Seite
140
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Ich kann auch nach meinen vielen Beobachtun-gen versichern, dafs die Gröfse der Leber in kei-nem bestimmten Verhältnifs zur Milz steht, dafsalso eine grofse Leber keineswegs eine kleine Milzbedingt, noch umgekehrt. Ich habe in der Leicheeines jungen Mannes eine auffallend grofse Leberund eine verhältnifsmäfsig eben so grofse Milz, undbeide von völlig gesundem Bau, ich habe sie aberauch beide ungemein grofs und widernatürlich weichin der Leiche eines Mannes; ich habe sie beide, zugleich ganz ungewöhnlich klein und sonst völlignormal in der Leiche einer ältlichen Frau gefunden,um ein Paar auffallende Beispiele zu geben.

Ich bin eben so aufmerksam auf ihr Verhält-nifs zu den Lnngen gewesen, habe aber auch darinnichts Allgemeingiiltiges gefunden. Eine grofse Le-ber kann eben so gut bei kranken Lungen stattfinden, wie eine kleine.

Die Leber des Menschen ist im Ganzen ge-nommen weniger abgetheilt, als die der mehrstenSäugthiere, die Wiederkäuer, Einhufer und wall-fischarligen Thiere jedoch ausgenommen. Bei denVögeln und Amphibien ist die Leber der Re-gel nach wenig getheilt, dagegen sind bei den See-schildkröten die beiden Lappen; woraus ihre Leber

besteht, nur schwach zusammenhängend und beider surinamischen Kröte (Diss. de Rana Pipa p. 17 .)habe ich drei völlig von einander geschiedene nurdurch das Bauchfell zusammenhängende Lebern ge-funden. Bei den Fischen ist die Leber gewöhn-