Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
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5. Durch eine mechanische Reizung der untern Nervenen-den erhalt inan daher einen ähnlichen Erfolg.

Leurer und Lassaigne haben um die nämliche ZeitVersuche angestellt und sie in ihrer oben genannten SchriftS. 127 140 mitgctheilt. Sie schnitten bei einem Pferde aufjeder Seite des Halses ein Stück von vier bis fünf Zoll Längeaus dem Vagus, machten die Tracheotomie, damit keine Er-stickungszufälle cintreten möchten, und gaben ihm eine Stundedarauf zu fressen. Da aber durch jene Operation die Speise-röhre gelähmt, und daher leicht das Genossene durch den Ma-gen in diese übergetrieben und ausgebrochen wird, so unterban-den sie die Speiseröhre. Acht Stunden nach dem Genufs desPutters tödteten sie das Thier, und fanden die Chymificationvollendet. Der Versuch ward von ihnen mit demselben Erfolgwiederholt. Sie schliefsen daraus: dafs die Verdauung unabhän-gig vom Einflufs der herumschweifenden Nerven gesche-hen kann.

Indem sie aber den Magen des Pferdes voll Feuchtigkeitund einen Theil des Futters unverändert in den Darm überge-trieben fanden (welches bey den Pferden gewöhnlich geschehensoll), so scheint es, dafs bei der Unterbindung der Speiseröhrejene Flüssigkeit notliwendig einwirken mufste, so wie dafs der'Magen in einem sehr gereizten (nicht im natürlichen) Zustandewar. Wie lange hätte das wohl gedauert? Auf so kurze Zeitmochten recht wohl die Aeste der Vagi, welche sich über denMagen ausbreiten, durch die Zuleitung der sympathischen Ner-ven in Thätigkeit erhalten werden, liier geschah auch, wasßreschet und Milnc Edwards nüthig fanden; indem näm-lich die Speiseröhre unterbunden ward, waren ja auch die Vagiunterbunden, also ihre untern Enden befestigt.

Leuret's und Lassaignes Scltlufs würde ich also nichtgelten lassen, und sie konnten nur sagen: durch einen Subswnz-verlust des llalstheils der Vagi, wird, wenn durch die 'liache-otomie das Athemholen unterhalten, und durch die Unterbin-dung der gelähmten Speiseröhre das Ausbrechen des Futters