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Anm. 5. Wenn rhacbitische, scrofulöse Kinder frühschlechte Zähne haben; wenn ein scharfer, saurer Speichel siezerfrifst, so ist das leicht begreiflich: wenn man aber von gan-zen Völkern, die in einem rohen Zustande leben, dasselbe hört,60 mufs es natürlich sehr auffallen, doch findet man bei nähe-rer Untersuchung bald eine gemeinschaftliche Ursache, nämlichzu heifs genossene Speisen und Getränke.
P. Kalm (Beschreibung der Reise nach dem nördl. Ame-rika 2- Th. Gött. 1757- 8. S. 502—506.) und Volney (Ta-bleau du climat et du sol des etats unis T. 2--p. 3060 bewei-sen diefs sehr gut. Die Individuen, besonders die Weiber, meh-rerer wilden Stämme, welche in den vereinigten Staaten woh-nen und den Gebrauch des Thees angenommen, haben in dreiJahren eben so schlechte Zähne bekommen, als die Weifsen.Vor dem Genufs des Thees hatte man dort von schlechtenZähnen nichts gewufst, falls nicht von Einzelnen die Speisensehr heifs gegessen waren. Bougainvilke (Voyage autour dumonde. Paris 1771- 4. p* 156-) hat bei allen Pescherähs ver-dorbene Zähne gefunden, allein sie verzehren ihre Muscheln,wovon sie vorzüglich leben, brennendheifs, obgleich halb roh.Mollien (Voyage dans l’interieur de l’Afrique T. 2. p. 14- u.p. 63-) leitet die schlechten Zähne eines Negervolks von einemsehr kalten Trinkwasser desselben her, allein das hätte wohldie entgegengesetzte Folge. Volney sagt schon, dafs die wil-den Nordamerikaner, welche gewöhnlich kalte Speisen essen,schöne Zähne haben, vorzüglich aber verweise ich auf FranG.Lavagna (Esperienze e riflessioni sopra la carie de’ denti hu-mani. Genova 1812- 8. p. 47—700 der jedoch zu einseitig dieCaries der Zähne allein von den heifsen Speisen und Geträn-ken herleitet.
Dafs das Tabakrauchen allein die Zähne nicht verdirbt, se-hen wir täglich bei Leuten geringeren Standes, und Benj.Bergmann (Nomadische Streifereien unter den| Kalmücken.Riga 1804. 8- 2' Th. S, 500 sagt ausdrücklich, dafs die Kal-II. 2‘e Abth. D