Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
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*ähne u. s. W. lange fortwacbscn, ja zuweilen ehie widernatür-liche Länge bekommen, sondern dafs diefs auch von den Mahl-zähnen gilt, habe ich in zwei Beispielen vor mir. Bei einemKameel-Scliedel (C. bactrianus) nämlich hat der untere linkeletzte Backenzahn (wahrscheinlich durch erlittene Gewalt) dieHälfte seiner Krone verloren, und der darüber stehende Bak-kenzahn hat, so weit der untere Zahn vorhanden, ist, die nor-male Höhe der Krone, die andere Hälfte seiner Krone ist indie Lücke des untern Zahns hineingewachsen und beinahe ei-nen lialben Zoll verlängert, hat aber übrigens einen ganz ge-sunden Bau. Der andere Fall betrifft den Schedel eines sehralten Meerschweinchens, wo die vordem Backenzähne seitlichin und übereinander gewachsen sind. Einen viel stärkern Fallerzählt Blumenbach j(Vergl. Anat. S. 5S-) wo die Kronender Backenzähne an einem Hasenschedel theils zu einer Längevon 10 Linien nebeneinander vorbeigewachsen sind, und sichpfriemenmäfsig an einander abgeschliffen haben.

Ich vermuthe auch, dafs die Zähne der Faulthiere, derGürtelthiere und Delphine, welche sämtlich, obgleich einfach,doch keine holde Kronen haben, fortwachsen, so wie, dafs sienicht gewechselt werden; wenigstens sehe ich bei jungen Sche-deln jener Thiere keine Spur von Keimen bleibender Zähne,,und bei den Schedein von älteren Thieren blos wieder dieselbenZähne, nur gröfser. Bei dem capischen Ameisenfresser (Orycte-ropus) vermuthe ich dasselbe, wenigstens-sieht es bei unsermSchedel so aus, und vielleicht endlich gilt dasselbe von denBackenzähnen des Wallrosses. Sonst wechselt wohl jedes mitZähnen versehene Säugthier, wenigstens einige derselben, undle Gallois (Expe'riences sur le principe de la vie p. 351.)irrte sich sehr, indem er den Meerschweinchen und Kaninchenden Zahnwechsel absprach, wie ich aus eigner Erfahrung be-haupten kann, doch werden nur die vordem beiden Backen-zähne gewechselt, wenigstens beim Hasen, Kaninchen, Eich-hörnchen.

Das Nähere über das Zahnen im nächsten Buche.

Anm. 5.