Paar jene Form, die andern aber nicht. Ganz dieselben stum-pfen Vorderzalme haben ferner auf unserm Museum die Sche-del eines Juden , eines Kalmücken und eines Kaffem. Bei ■ ■ al-len diesen ist es nichts Nationales, denn ein anderer Kalmuk-kenscliedel, andere Negerschedel u. s. w. haben nichts davon.Was der Sache aber völlig den Ausschlag giebt, ist, dafs dieKronen solcher stumpfen Schneidezähne und Eckzähne, sehrviel kürzer als sonst, also wirklich abgeschliffen sind, und wennBlumenbach sie noch wegen ihrer Dicke auszeichnet, so isterstlich in dieser viel Abweichung, allein zweitens haben dievon mir genannten Zähne des Judenschedels u. s. w. dieselbeDicke. Es rührt also wohl gewifs blos vom Abschleifen derZähne bei harter vegetabilischer Kost her.
Anm. 3- Im ersten Theile habe ich S. 23- die Gründeangegeben, warum ich den Orang-Utang, wie auch Tilesins
und Cu vier vermutheten, für einen jungen Pongo hielt. Ich
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habe oft Zweifel darüber gehört, allein ich kann jetzt die Sache,als entschieden darthuu. Ich habe nämlich auf einer Seite desOrang-Utang-Schädels unsers Museums die Zähne blos legenlassen, und hier sieht man über und unter den hervorstehen-den Milcbzähnen die Keime der bleibenden Zähne liegen, wo-von ich in den Abhandl. unserer Academie für 1824. (welche indieser Ostermesse erscheinen) sehr gute Abbildungen mitgetheilthabe. Die Keime der Kronen sind so grofs, dafs man sieht,der Orang-Utang sey noch sehr jung, vielleicht im Verhältnifseines vierjährigen Kindes zu einem erwachsenen Menschen. Diestärkste Gröfse verhältnifsmäfsig zeigen die Kronen der bleiben-den Schneidezähne: ihre Keime sind nämlich so grofs, dafs sienicht nebeneinander Platz hatten, sondern den Raum über denzwei Milchzähnen einer Seite füllt ein Zahnkeim in der Längeund Breite aus; damit nun der andere Platz findet, so ist derRaum durch eine knöcherne Scheidewand getrennt, und einKeim liegt hinter dem andern. Das habe ich sonst nirgendsgesehen.
Anm. 4. Dafs nicht blos die Nagezähne, Stofszähne, Hau-