Druckschrift 
2,2 (1828)
Entstehung
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einer grofsen Masse hineindringen können. Ev. Home (Lect.on Comparat. Anat. T. 3- tab. 21.) bildet diefs auch ab; esmufs aber bei ihm der hinterste offen nach hinten und aufsenstehende Theil abgebrochen seyn, denn bei unserm Dugong-Schedel (den das Museum unsem trefflichen Reisenden Hem-prich und Ehrenherg verdankt) ist der kleine becherförmigeTheil durch nichts vom übrigen Zahn abgesondert sondern einTheil desselben und in der Tiefe der grofsen Grube geht einKanal in den Zahn. Cu vier (Ossem. foss. T. V. P. 1. p. 259).erwähnt nichts hiervon in seinem Werk über die fossilen Thiere,worin er sonst so interessante Notizen über den Dugong giebt.(Homes seltsame Annahme über den Steigbügel des Dugong»habe ich schon im 2- B. 1. Abth. S. 134. als unglaublich dar-gestellt; ich fand auch nachher beide Steigbügel in den ovalenLöchern; wo sollten sie wohl sonst stecken?)

Bei einigen Raubthieren dringen auch die Wurzeln derobern Zähne durch die äufsere Wand ihrer Zellen, so dafs mansie frei nach aufsen am Schedel sieht. So ist es bei unsern bei-den Skeletten von Viverra Nasua (grisea et rufa), an zweiWolfsschedein, am Schedel des Canis brachyurus aus Brasilien,und der Mustek ferina. Spuren stattgefundener Entzündungsind nicht da, sondern durch den Druck mufs Absorption be-wirkt seyn.

Dafs die Wurzeln der Nagezähne sehr weit nach hintengehen, ist bekannt; am auffallendsten finde ich es jedoch beiGeorhychus capensis und maritimus, wo das Ende der Wurzeldes untern Nagezahns den ausgehöhlten Gelenkfortsatz des Un-terkiefers ausfüllt, und der des Oberkiefers bis an die Flügel-fortsätze reicht.

Anm. 2. Blumenbach (Beitr. zur Naturgesch. 2. Th.S. 96100.) hat auf die stumpfen Vorderzähne mancher Mu-mien einen gröfseren Werth gelegt, als ich zugeben kann, in-dem er sie nämlich für eine Nationaleigenheit hält. Unter denMumienschedeln, welche unser Museum zugleich aus Aegyptenerhielt, und welche dieselbe Gesichtsbildung zeigten, haben ein