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Da durch den Mund die austrocknende Luftgeht, so ist wohl keine Stelle geeigneter, um aufden Mangel an Flüssigkeit aufmerksam zu machendMilde, Flüssigkeiten von einiger Consistenz, die sichalso nicht so schnell verlieren, stillen den Durstam leichtesten ; Wasser haftet zn wenig und die so-genannten starken Getränke lassen einen neuenReiz zurück, heben also die Ursache des Durstesnicht, sondern sie können sie vermehren.
Die Empfindung des Durstes wird viel peini-gender, als die des Hungers; daher können vieleMepschen, die. den Hungertod sterben wollen, sichselten überwinden, gar keine Flüssigkeit zu gemes-sen, und verlängern dadurch ihre Quaal.
Ana, 5ehq, interessant ist die Geschichte des J, P. Driefs,der einen hartnäckigen Versuch anstellte, sich den Hungertodzu geben, jedoch dem Durst nicht widerstehen konnte. Mo-ritz Magazin zur Erfahrungsseelenkunde. 1. B. 2. St. S.22—27.-i In Rust’s Magazin B. XIX. St. 2- S. 299- wird eine Ge-schichte erzählt, wo eine Wahnsinnige zwölf Tage und Nächteohne alle Nahrung zugebracht haben soll, und sich wieder er-holt hat. Zuerst hatte sie absichtlich gefastet, mit dem fünftenTage war es ihr aus Schwäche unmöglich, den Ort zu verlas-sen, wo sie sich versteckt hatte, obgleich sie von dem heftig-sten Durst gequält ward.
§• 263 .
Unter den Thieren herrscht das gröfste Bedürf-nifs der Nahrung bei denen, welche warmes Bluthaben, so dafs sie im gesunden, thätigen Zustande,vorzüglich im jüngeren Alter, dieselbe nie lange ent-behren können.