aus ihrem Scheintod ohne Beschwerde, wie ichselbst bei Murmelthieren gesehen habe, bei denMenschen folgt hingegen auf die Asphyxie einkrankhafter Zustand.
Anm. Die Erzählungen von Lebendigbegrabenen sind ge-wifs äufserst übertrieben, und in sehr vielen Fällen, wo mandie Leichen anders im Sarge liegen fand, als wie sie hineinge-legt waren, haben die Todtengräber gevrifs die Todten beraubtund sich nicht die Mühe genommen, sie ordentlich hineinzule-gen. Mein verewigter College Reil erzählte mir einen Fall,den er selbst erlebt, wo ein Todtengräber lange Zeit jede Leichebestohlen hatte. Damit kann aber die verabscheuenswürdigeRohheit nicht entschuldigt werden, irgend einen Körper zurErde zu bestatten, ehe man von dem Tode durch die vorher-gegangene Krankheit und Verletzung, oder durch die eingetre-tene Fäulnifs völlig überzeugt ist.
Jac. Raart de la Faille Diss. de Asphyxia. Groning.1817. 8-
Cpli. W. Hufeland Heber die Ungewißheit des Todes.Weimar 1791- 8-
Marcus Herz Ueber die frühe Beerdigung der Juden.Berl. 1788- 8 -
J. P. Frank’a Mediciniscbe Palicei. Fünfter Band. Tiih.1813. 8.
§. 142 .
Ueber mehrere Vorgänge im Scheintod dosMenschen hat man bisher wenig Aufschlufs erhal-ten, doch scheinen sie zum Theil durch die Beob-achtung der Thiere aufgeklärt zu w r erden, welchein Wintererstarruns ■ cerathen. Ich werde da-her die Hauptpunkte in der Kürze durchgehen.
Wir finden unter den Säugthieren eine