Drittes Buch.
Allgemeine Anthropochemie,
§. 131.
Die Anthropochemie, wie die ganze Chemieder organischen Körper, leidet an der unüberwind-lichen Schwierigkeit, dafs alles, was sie untersucht,schon vor oder bei dem Beginnen ihrer Untersu-chungen aufhört, organisch zu seyn, so dafs ihrnur todte Ueberreste der Organismen vorliegen.Wir dürfen auch daher schwerlich hoffen, ihre che-mischen Processe, oder die Wahlverwandschaftenihrer Stoffe genau kennen zu lernen; vielleichtnicht einmal, einzusehen, in welchen Verbindungenalle diese Stoffe im Leben stehen, um die Productevon den Educten mit Sicherheit zu sondern. Den-noch aber ist uns die Chemie der organischen Kör-per sehr wichtig, weil sie uns erstlich-die Ueber-einstimmung und die Verschiedenheit der Theilehinsichtlich der darin zu findenden Stoffe bekanntinacht, und weil sie uns zweitens auf das bestimm-teste zeigt, dafs die mehrsten, wenn nicht alle or-ganischen Veränderungen mit chemischen Processenverbunden sind, oder, als solche gedacht werdenkönnen; und unsere Vermuthungen über viele der-selben haben schon eine nicht gelinge Wahrschein-lichkeit.