Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
277
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Bei geringem Leuten ist das Zählen ihrer Jahre otl: vieler-lei Irrungen unterworfen. Sie werden oft vergeblich, und ma-chen sich, ohne täuschen zu wollen, bedeutend älter, indem sievielleicht Begebenheiten, die ihnen in ihrer Jugend erzählt wor-den sind, für selbsterlebt halten. Es ist wohl gar der Fall, dafssie nach Dutzenden oder Stiegen rechnen, da macht eine Zahlmehr sehr viel aus.

Anm. 2. Gail hatte ehemals, ein Kennzeichen angegeben,pümlich an dem vordem Ausschnitt des grofsen Hinterhaupts-lochs das Alter zu beurtlieilen, das ein Thier (oder Mensch)erreicht. In seinem neueren Werk llat er diefs hingegen weg-gelassen, und mit Recht, denn da das Leben an keine» Ortgebunden ist (§. 212. Anm. 4-)> so kann auch die Lebensdauernicht an irgend einem Ort ein sicheres Kennzeichen, finden.

§. 240 .

Nur sehr wenige Menschen erreichen das hoheAlter, von mehreren Tausenden wird oft kaumeiner hundert Jahre alt. Sehr viele Kinder werdentodt gebühren. In dem ersten Monat nach derGeburt ist die Sterblichkeit am allergrößten. Sehrgrofs ist sie noch im. ersten Lebensjahr, etwas ge-ringer in den folgenden vier Jahren, und. noch mehrnimmt sie in den folgenden allmälig ab. Am ge-ringsten ist sie in den Jünglings- und. in der erstenHälfte des männlichen Alters, nachher nimmt siewieder bedeutend zu. Bei den. Weibern ist sieetwas geringer..

Auch von denen, die sehr alt werden,, sterbendie mehrsten an Krankheiten, und wenn, es in denSterbelisten von so vielen heißt, daß sie an Alters-schwäche gestorben sind, so- beweisen, die Zerglie-