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1 (1821)
Entstehung
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Unter glücklichen Umständen kann der Menschsein Leben auf achtzig bis neunzig, bis hundert Jahround darüber bringen. Thomas Par re, den Har-vey sbcirte, ward 152 Jahre alt (bei noch unver-knöcherten Rippenknorpeln), und man spricht vonnoch höherem Alter einiger Wenigen. Die Men-schen, welche ihr Leben so hoch brachten, warenfast alle aus nördlichen oder hochgelegenen Län-dern, beinahe sämtlich aus den niederen Ständen,und hatten sich durch Arbeit und mäfsiges Lebenabgehärtet. Ueberdiefs aber war gewifs bei einemruhigen, heiteren Character eine glückliche Anlagedes Körpers vorhanden. Denn wenn man auchgerne zugeben kann, dafs die mehrsten Menschenbei mäfsigern arbeitsamen Leben ein höheres Zielerreichen könnten, als sie thun, so wird man dochnie behaupten können, dafs alle Menschen zu jenemaußerordentlichen Alter gelangen könnten.

Bei Menschen welche blos an Altersschwäche(Marasmus senilis) sterben, erlöschen nach und nachalle Kräfte und zuweilen werden die Lebensäufse-rungen so schwach, daß man über ihr Leben unge-wifs wird. Ich habe einen Mann von 8090 Jah-ren sterben sehen, der schon einige Zeit das Bettnicht mehr verlassen hatte, und ein Paar Tage mitgeschlossenen Augen und ohne andere Bewegungenlag, als dafs seine Fiifse zuckten, wenn sie gebürstetWurden, auch ganz unmerldich verschied.

Anra. 1. Beispiele von hohem Alter der Menschen, Tluereund Pflanzen findet man zur Genüge in Hallers Eleei. Physiel.T. VIII. P. 2. p. 89-120.