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nicht zum Uebermaafs, uns zum Glück. So ist esfast mit allen Dingen, die wir lange ruhig besitzenoder geniefsen.
Durch das stete Wiederkehren werden aberalle Dinge so mit uns amalgamirt, dafs wir sienicht missen können; es ist damit wie mit unsererGesundheit, wie mit dem Besitz geliebter Personen;bei dem Verlust fühlen wir erst, wie sie mit unsverbunden waren.
Es gilt diefs selbst von den gröfsten Kleinig-keiten bei schwächlichen Menschen. Sie thun auchsehr wohl daran, alles möglichst zur Gewohnheit zumachen, wenn ihre Lage es erlaubt. Sie könnendadurch zu einem längeren, ruhigen Leben gelan-gen. Eben so ist Jedem, dem etwas Nothwendigesschwer wird, zu rathen, es zur Gewohnheit zumachen. So kann z. B. vielleicht der, welcher anVerstopfungen leidet, sich zu einer Ausleerung zuganz bestimmter Zeit gewöhnen.
Der gesunde, kräftige Mensch hingegen ver-liert bei der Gewöhnung an Kraft; und wer es ineiner Kunst oder Wissenschaft weit bringen will,darf sich nicht gewöhnen, etwas auf eine Weise zuthun, er wird dabei einförmig und die erworbeneFertigkeit ersetzt nicht den Mangel an Erfindung.
Wenn Menschen ihre Gewohnheiten ändern,so haben sie sich gewöhnlich selbst geändert. DerMann liebt nicht, was er als Kind liebte, w r eil ersich umgewandelt hat. Seine Zunge nicht blos,auch sein Magen will eine andere Nahrung. In
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