Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
271
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wenn man nicht einseitig, und daher falsch urthei-len will.

Anm. 1. Sam. Stanhope Smith (Versuch über dieungleiche Farbe und Gestalt des Menschengeschlechts. A. d.Engl.Braurischw. 1790. 8- S. 630 beobachtete einen jungen Indianer,der für das wilde Leben schon sehr gestimmt in das Collegiumzu New-Jersey zur Erziehung gebracht war. Sein starrer, finste-rer Blick verlor sich allmalig. Seine Minen wurden sanfterund die Folgen veredelter Gefühle und Begriffe hatten bei demfünfzehnjährigen Jüngling den Abstand zwischen ihm und denAmerikanern von englischem Stamm schon über die Hälfte ver-drängt. Dasselbe sehen wir täglich in geringeren Gradenunter uns, wo roh aufgewachsene Kinder, wenn sie nicht schonzu verdorben sind, durch die Cultur zu ganz anderen Menschenwerden.

Ueber die anderen Puncte hier einzeln zu sprechen, würdetheils überflüssig seyn, weil manches davon, z. B. der Einflufsder Nahrung, der Bewegung, der Leidenschaften, der verschie-dene Eintritt der Pubertät in den verschiedenen Klimaten, inder speciellen Physiologie abgehandelt werden rnufs; theilswürde anderes der Pathologie entzogen, wo es mehr an seinemOrt ist.

Das mehrste hieher Gehörige ist in Zimmermanns vor-trefflichem Werk Von der Erfahrung mit eben so viel Geistals Kenntnifs abgehandelt. Dagegen ist das vielgerühmte Werkvon Cabanis etwas oberflächlich: Rapports du physique et duinoral de lhomme. Ed. 2- Paris 1805. Voll. 2- in 8-

Anm. 2. Hier will ich nur noch der sogenannten cos-mischen Einflüsse erwähnen. Von den Thieren ist es be 1 -kannt, dafs viele derselben eine Vorempfindung der Witterunghaben, also offenbar jenen Einflüssen mehr wie wir ausgesetztsind, die nur in Krankheitszuständen zu dergleichen kommen.So haben die, welche an Gicht und Rheumatismus leiden, oftdergleichen Vorempfindungen, und es gehört wohl zu jenen