den südlichen, wird man gerne zugestehen. ZweiSöhne derselben Eltern, wovon der eine in England,der andere in Bengalen gezeugt ist, unterscheidensich sehr, der eine hat vielleicht eine tüdtendeKälte, während der andere heftig und jähzornig ist.allein unter wie verschiedenen Menschen wuchsensie auf.
Was kann milder seyn, als die Sitten so vie-ler Hindu’s, allein ihre ganze Lebensart, ihre Nah-rung, ihre Umgebung bestimmt sie tausendmal mehrals ihr Klima, denn was sind neben ihnen die Ma-layen? ' Im Kriege sind sie auch selbst nicht somilde, wie ihnen die Engländer vorweifen.
Man will die Verrücktheit in heifsen Gegendennicht so häüfig gesehen haben, allein in despoti-schen Staaten ist sie überall selten, z. B. in China.Selbst die Phantasie wagt da nicht ein gewissesMaafs zu überschreiten.
Wie unähnlich sind sich Russen, Dänen, Schwe-den, Pohlen, Deutsche und Franzosen, und vrieähnlich werden sich ihre Vornehmeren durch glei-che Erziehung. Eben so ähnlich bleiben sich dieQuäker, die Herrnhuter, die Juden überall. Derholländische, der deutsche Landbauer bewahrt auchauswärts seine Sitten und verändert sich nicht.
Man ist daher gezwungen die Macht des Klima sauf die Veränderung des ganzen Organismus weni-ger hoch anzuschlagen, und nebenher auf das Stamm-volk, auf die Ausbildung, die Lebensart, die Sit-ten, die Nahrung, Kleidung u. s. w. zu sehen,