Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
264
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was kräftigere Natur in den Kindern männlichenGeschlechts hervorblicken. Sie sind alle ohne Arg,fröhlich, spielend, unbeständig, gleich ermüdet,eines langen Schlafes bedürftig. In dieser Zeit, jefrüher desto besser, mufs der wichtigste Theil derErziehung beendigt, das Kind mufs gehorsam undwahr seyn.

Das Knaben- oder Mädchen-Alter dauertbis zur Pubertät, die bei dem sich viel schnellerentwickelnden andern Geschlecht früher eintritt, sodafs das Mädchen je nach seiner Lebensart, Stär-ke u. s. w. im mittleren Europa mit 1216 Jah-ren, im Norden später, menstruirt ist; im Altervon acht bis zwölf Jahren ist es wild wie der Kna-be, allein dann fangen die Geschlechter an, sichabzusondern. Der Knabe wechselt mit fünfzehn,sechszehn Jahren seine Stimme. Diefs ist diePeriode der Ungezogenheit und des eigentlichenUnterrichts, und es bedarf der Wachsamkeit, dafsder erwachende Geschlechtstrieb nicht zerstörendeFolgen habe.

Das Alter des Jünglings, der Jungfrau.Aus dem wilden Mädchen wird die sittsame Jung-frau, aus dem unbändigen Knaben ein rascher,munterer, anständiger Jüngling, dem die Reize desLebens erblühen, und dessen Blicken sich die Weltöffnet. Glücklich, wenn er sich die Reinheit dbsHerzens und der Sitten bewahrt, denn wessen Phan-tasie vergiftet wird, dessen Kraft ist zugleich ge-brochen.