zusammen, dafs man es darin nicht getrennt den-ken kann. Gewöhnlich unterscheidet man das kind-liche, das Knaben-Alter, das jugendliche, dasmännliche, das Greisen-Alter.
Das kindliche Alter unterscheidet sich durchdie Zartheit und Weichheit des Bau's, durch diegrofse Empfindlichkeit und Reizbarkeit, bei sehr re-gem Bildungstriebe. Von der Geburt an plötzlichso vielen Pieizen der Aussenwelt hingegeben, würdees ihnen erliegen, wenn es sich nicht durch denlangen Schlaf dagegen sicher stellte. Mit einemVierteljahr ungefähr beginnt das erste Lächeln, alsAeufserung des Wohlbehagens, seine Sinne fangenan sich zu entwickeln, seine Blicke suchen dieMutter, es fängt an, nach den Gegenständen zugreifen u. s. W. Mit einem halben Jahr oder etwasspäter und bis zum Ende des zweiten Jahrs, brechendie Milchzähne hervor, und man bezeichnet auch wohlbesonders diefs als die erste Periode der Kindheit,da sie so viele Gefahr bringt, und zwar um so grös-sere, je jünger das Kind ist.
Die folgenden Jahre der Kindheit, sonst biszum zehnten, jetzt gewöhnlich nur bis zum sieben-ten Jahr gerechnet, sind noch immer die Zeit derstärksten Reproduction, und daher auch durch man-cherlei Entwicklungskrankheiten als Skrofeln, Rha-chitis, Hirnwassersucht, bedroht. Die Kinder indiesem Alter zeigen allerdings Unterschiede des Ge-schlechtes, allein nur durch unsere Schuld und unserZuthun j gleich behandelt würde höchstens eine et-