ziehend; gegen den Mann der edelsten Freundschaftlähig; gegen das Weib oft despotisch und unge-recht, doch gewöhnlich von demselben überlistetund beherrscht; gegen die Kinder ruhiger, gleich-müthiger, daher ein besserer Erzieher; in Leiden-schaften heftig aufbrausend, oft hart und roh, dochgewöhnlich früher zur Besinnung kommend; offener,wahrer, grofsmüthiger.
Das Weib ist in allen Theilen zarter und wei-cher gebaut; sein Stimmorgan und seine Athem-werkzeuge sind kleiner aber beweglicher; es ist reiz-barer und empfindlicher, daher aber auch schwä-cher, veränderlicher, wankelmüthiger, launenhafter,eigensinniger, eitler, furchtsamer, abergläubischer,schlauer, grausamer; der Freundschaft gegen'daseigene Geschlecht beinahe unfähig; dem Mann oftschwärmerisch hingegeben; die Kinder durch Liebean sich kettend und zu den gröbsten Aufopferungenfür dieselben, oft auf die rührendste Weise bereit.Wohlerzogen übertrifft es den Mann an Sittsamkeit,Milde, Demuth, Geduld und Frömmigkeit, undentfaltet Seelenreize, die alle körperliche Schönheitverdunkeln. Schlecht erzogen kann es zur Furieund Hyäne werden, und überbietet den Mann inallen Lastern.
Da das Weib bestimmt ist, die Frucht zu empfan-gen und in sich auszubilden, auch noch eine Zeitnach der Geburt mit der passendsten in ihrem eige-nen Organismus bereiteten Nahrung zu versehen, soist ein grofser Theil desselben dazu eingerichtet,