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6. Das träge oder phlegmatische: grolseTrägheit und Schlaffheit von der physischen undmoralischen Seite.
7. Das furchtsame (zarte, hypochon-drische): grofse Empfänglichkeit des über denGeist hei'rschenden, wenig entwickelten Körpers.
S. Das finstre, schwermüthige (melan-cholische): grofse Empfänglichkeit des den Kör-per beherrschenden, o'ft zerstörenden Geistes.
Anm. Bei jeder Annahme von Temperamenten bleibt im-mer eine grofse Unbestimmtheit für* deiv einzelnen Fall, weil sovieles ganz individuell ist; dann besonders, weil die Tempera-mente sich bei denselben Menschen nicht gleich bleiben; vor-züglich aber, weil wir selten Andere, oft uns selbst kaum hin-länglich kennen, um das Temperament auszumitteln, falls esnicht sehr entschiedene Naturen betrifft. Dennoch aber darfder Arzt, und Jeder, dem es um Mensclienkenntnifs zu tliunist, diefs Studium nicht vernachlässigen.
§• 235 .
Das Geschlecht äufsert einen sehr grofsenEinfluls auf den Organismus.
Der Körper des Mannes ist grüfser, in allenTheilen fester gebaut und von schärferen Umrissen;mit stärkeren Knochen, Bändern, Muskeln undNerven versehen; sein Gehirn ist gröfser; seinStimmorgan, wie die Werkzeuge zum Athemholen,zum Kreislauf, zur Verdauung, von mehr Umfangund Kraft. Der Mann ist weniger reizbar, wenigerempfindlich, daher auch moralisch kräftiger und zuallen Anstrengungen geschickter; mehr der Ver-nunft als dem Gefühl gehorchend; sich selbst
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