Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
237
Einzelbild herunterladen
 

237

bildet, so ist es besser Alles in ilim als etwas Inneres au be-trachten.

Brown (El. Med. Cap. II. 12-) nahm nur die Muskel-und Nerveneinwirkung für innere; alles Ucbrige, selbst dasBlut und die abgesonderten Flüssigkeiten, nahm er für äufsereReize. Da hätte er eigentlich noch strenger seyn, und nur dieEinwirkung des Sensorium auf sich und den übrigen Organis-mus als inneren Reiz gelten lassen müssen.

§ 216 .'

Die. Reize sind entweder psychisch oderphysisch; die letzteren entweder chemisch odermechanisch.

Anra. 1. Psychisch nennen wir diejenigen Reize, welchevon nnserm Geist ausgehen oder auf ihn einzuwirken im-Standesind , ohne dafs wir die Materie selbst dabei als die wirkendeUrsache anzugeben vermögen. Es versteht sich, dafs wir hei derinnigen Verbindung des Sensorium mit dem Körper keins ohneEinwirkung auf das Andere denken können, allein wir bemer-ken doch immer dabei ihre Heterogeneität. Wenn man z. 13.Jemand durch die Schilderung der geistigen Kraft, die ihm bei-wohnt, sich zu einem edlen Entschlufs erheben sieht, wennman durch Nachdenken zu einer Wahrheit gelangt, so sind wirnicht im Stande, diefs physisch zu deuten.

Asm. 2- Die physischen Reize können nur chemischoder mechanisch wirken, und zwar entweder auf eine Weiseallein, , oder was gewöhnlich ist, auf beiderlei Art zugleich.Häufig sagt man, die Reize wirken entweder chemisch, odermechanisch, oder dynamisch; man gebraucht auch wohl stattdes letzteren Ausdrucks das Wort vital. Beides ist nicht zuloben. Man kann alle Reize dynamisch oder vital nennen,insofern sie nur im lebenden Körper wirken, und insoferne sieeiner Kraft (Ursache) zugeschrieben werden, welche wir nichtkennen, doch können wir uns die Wirkungsweise derselben nurals chemisch oder als mechanisch vorstellcn. Neben diesen