Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
153
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Menge in ihm enthalten ist. Diese Farbe aber wirddurch die Einwirkung der atmosphärischen Luft,oder des in ihr enthaltenen Sauerstoffs, durch dieder kohlensauren Luft u. s. modißcirt, wovon inder speciellen Physiologie bei der Lehre vom Athem-holen gehandelt wird. Wenn einst unsere Kennt-nifs von den Blutbläschen nicht mehr isolirt, nichtmehr so ohne allen Zusammenhang mit der chemi-schen Analyse stehen wird, so wird eine grofseLücke ausgefüllt seyn, die hier nur angedeutet wer-den kann.

Anm. Die Amvenduug der Reagentien auf das dem Mi-kroskop ausgesetzte Dlut, dergleichen Versuche sonst schon inder §. 159. genannten Schrift von Magni p. 79 . u. f. Vorkom-men, halte ich für ganz fruchtlos, weil man einen zu kleinenund dabei sehr veränderlichen Focus hat, wenn man die Bläs-chen gehörig sehen will, welches äufserst hinderlich ist; beson-ders aber, weil sich das Blut schon so an der Luft so leichtzersetzt. Mehr könnte vielleicht erreicht werden, wenn miteiner und derselben Thierart, durch Infusionen in die Venenu. s. w. lange experimentirt und das Blut hei allen diesen Ein-wirkungen mikroskopisch und chemisch untersucht würde.

§. 166 .

Die wässerige Feuchtigkeit oder Lymphe(Lympha), welche die einsaugenden Gefäfse führen,ist in ihren Wurzeln oder kleineren Zweigen sehrselten in hinreichender Menge zu haben, um siegehörig untersuchen zu können, und in ihrem lin-ken oder Hauptstamm, dem Brustgang (Ductusthoracicus) ist der Milchsaft (Cliylus) gewöhnlichzugleich oder hauptsächlich vorhanden, so dafs sich