152
Da keins der feinsten Reagentien auf Eisendessen Gegenwart im färbenden Stoff entdeckt, dawir auch nicht im Stande sind, selbst durch diestärksten Säuren weder das Eisen noch die phos-phorsaure Kalkerde aus dem Blut oder seiner Kohlezu ziehen, ungeachtet wir sie in grofser Menge ausseiner Asche erhalten, so folgt, dafs keine von bei-den Substanzen im Zustande eines Salzes im Blut vor-handen ist, sondern es wird höchst wahrscheinlich,dafs das Blut die Grundstoffe dieser Salze ineiner andern Art von Verbindung enthält, und dafssich das phosphorsaure Eisen wie die Knochenerdeerst bei dem Zersetzen bilden.
Anra. 1. Die Angabe von Fourcroy, dafs der Färbestoffdes Bluts eine Auflösung des basischen rotlien phosphorsaurenEisens im Eiweifs sey, ist durch Berzelius Versuche wider-legt, da aus einer solchen Auflösung das Eisen leicht geschiedenwird, H. Grindel (Hufeland’s Journ. 1811- St. 1- S. 24-St. 8- S. 9S- 1812- St. 2- S. 990 glaubte Fourcroy’s Hypo-
these an der Voltaischen Säule bewiesen zu haben, indem erihrer Wirkung eine Mischung aussetzte von Eiweifs, weifsemphospborsauren Eisen, Kochsalz und Wasser, wozu er noch inder Folge kohlensaures Ammonium liinzuthat, allein die dabeientstandene Rüthung war durch die Auflösung des oxydirtenGolddraths der Säule verursacht, wie N. W. Fischer (Hu-feland’s Journ. 1811. St. 12- S. 430 darthat.
Anm. 2- Unser ehemalige treffliche Chemiker Val. Roseschied aus einem Pfund Blut eines gesunden Menschen dreiGrau metallischen Eisens: Meyer’s Physiologie S. 157.
§. 165 .
Der Cruor hat seine rothe Farbe wohl ohneZweifel von dem Eisen, das in so beträchtlicher