ist eben so wenig Grund, als ihnen mit Döllin-ger einen eigenen Lauf aufserhalb der Blutgefäfseim Zellgewebe zuzuschreiben.
An®. 1. Hierüber zu urtheilen, bedarf es nur die selbst-ständige Bewegung der Infusionsthierchen mit dem todten Trei-ben der Blutkügelchen zu vergleichen. §. 151- Aum. 3-
J. Hnr. Eber Obss. quaedam helminthologicae. Gott. 1798-4- tab. — Doll in g e r a. a. O. S. 23-
Anm. 2* Die Veränderung der Gestalt, der einzelnen Blut-bläschen, wie sie Poli und Andere annehmen, hufem siedurch Beugungen der Gefäfse gehen u. s. w., ist gewifs zu ver-werfen ; der Schein davon entsteht, weil man sie bei den ver-schiedenen Strömungen nicht im gleichen Focus behält.
§. 162.
Wird das Blut aus der Ader gelassen, so stelltes eine gleichförmige, heller oder dunkler rotheFlüssigkeit dar, die etwas klebrig anzufühlen ist,und bei dem Menschen eine Temperatur von un-gefähr 29° B. (98 bis 100° Fahrenh.) besitzt.
So lange das Blut warm ist, erhebt sich vonihm ein starkriechender Dunst (Halitus sanguinis),der bei dem Erkalten des Bluts abnimmt, aber wie-derkommt, wenn es erwärmt wird. Fängt man ihnauf, so zersetzt er sich nach einiger Zeit, wirdsauer und fault, und die Luft, in der er enthaltenwar, wird stinkend und verliert ihre Säure. Ber-zelius hält ihn für einen näheren Bestandteil desBluts, der in dem Serum aufgelöset ist; glaubtauch, dafs, wenn er von andern tierischen undwarmen Stoffen aufsteigt, er dennoch eigentlichihrem Blut, oder dem Blutwasser zuzuschreiben sey,