Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
128
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Anm. 1. Die Chemiker nahmen sonst die Gegenwart derGallerte in dem Blut und in der Milch an, in beiden fehlt sieaber nach Berzelius. Nach Thenard kommt sie in keinerthierischen Flüssigkeit vor. Nach lohn zeigt sie sich auchnicht in der Iiornsubstanz.

Anm. 2- Der thierisclie Leim (Gluten animale), von.welchem viele Physiologen, besonders Haller, reden, ist kei-neswegs als Synonym mit der Gallerte zu nehmen, sondern erenthält eben so viel Hypothetisches, als ihre einfache Faser,und ist, wie sie ihn beschreiben, nirgends darzuseilen.

Anm. 3. Die sogenannte vegetabilische Gallerte, welcheaus vielerlei, besonders den sauren Pflanzenfrüchten gewonnenwird, ist von der thierischen durch ihre Säure und durch denfast gänzlichen Mangel an Stickstoff verschieden.

§. 150.

Der Ei weifst off, einer der häufigsten Be-standtheile unsers Körpers, kommt in doppelter,nämlich in flüssiger nnd in fester Gestalt vor.

Das flüssige Eiweifs (Albumen liquidum)zeigt sich in den Eiern der Vögel, in dem Blut-wasser, in der Lymphe der einsaugenden Gefäfse,in der wässerigen Feuchtigkeit aller Holen, und desZellgewebes, und zwar in verschiedenem Verhäk-nifs zum Wasser, so dafs dieses bei gröfserer Mengedes Eiweifses klebriger erscheint, wie z, B. in denEiern der Vögel, und (jedoch etwas modificirt) inden Gelenkhülen als Gelenkwasser (Synovia);in geringerer in den andern Holen, z. B. des Brust-und Bauchfells, des Herzbeutels, des Gehirns, derScheidenhäute, im Auge. §. 153. Es ist farben-los, durchsichtig, ohne Geruch und Geschmack,und gerinnt durch Säuren, Alkohol, Aether, duych

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