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1 (1821)
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und Muskelsystem begründet, z. B. mehrfach® Schedellöclier,Löcher der Wirbelsäule u.s. w. Irn Wesentlichen sind sich alleKnochen gleich. Die Bänder sind fast allein Abweichungen derGrofse unterworfen. Bei den Muskeln sieht man oft überzäh-lige, welche Bewegungen z.B. der Hand und desFufses erleichtern;zuweilen fehlen Muskeln, doch hauptsächlich nur kleinere Spanu-tnuskeln der Sehnenhaute (Psoas minor, Pyramidalis, Palmarislongus, Plantaris); wesentlichere fehlen nie, nie selbst der gros-sere Spannmuskel der Schenkelbinde (tensor fasciae latae). DieGefäfse zeigen grofse und viele Abweichungen, selbstzuweilenin wesentlichen Dingen, z. B. die Gefäfse am Herzen, die Ge-fäße der Lungen, der Leber u. s. w., doch sind bei weitem diemehrsten Varietäten derselben unbedeutend. Nur solche Ab-weichungen finden sich bei den Nerven; nie entspringt z. B.ein Sinnesnerve an einem andern Ort, nie geht er anderswohinu. s. w. Höchstbeständig ist das Gehirn, dasselbe gilt von denSinnesorganen und von den mehrsten Eingcweiden; die Nierenweichen zwar oft ab, doch mehrenthcils in Nebenpuncten.

Anm. 4- Wahrscheinlich finden sich im Thierreich allemöglichen Formen aller Organe-, ja man könnte sagen, aus ih-ren Zusammensetzungen seyen alle Thiere gegeben. Es darfuns daher nicht wundern, wenn die bei dem Menschen gleich-viel in welchem Tlieil von dem Normalbau vorkommende Ab-weichung mit dem regelmäfsigen Bau irgend eines Thiers zu-sammentrifft, ja das Gegentheil dürfte nur von unserer mangel-haften Kenntnifs iu der vergleichenden Anatomie zeugen. JeneUebereinkunft geschieht aber der Humanität ganz unbeschadet,und darf daher nie sehr hoch angeschlagen werden