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Anm. Der Vorwurf, welcher ehniajs die thierische Che-mie traf, dafs sie das Leben in den Hintergrund stellte, trifft siejetzt nicht mehr wie sonst, Sie bemüht sich, die zu untersuchen-den Stoffe möglich vielseitig zu behandeln, und unterwirft sienicht mehr wie ehraals einzelnen gewaltsamen Oparationen, diezu gar keinem Resultat führen konnten.
Aufser den allgemeinen chemischen 'Werken von Fonr-croy, Thomson, Tli-enard, Berzelius, John, sind hiervorzüglich zu nennen :
J. J. Bcrz,elius Foreläsningar i Djurkemien. Stockholm1806, 1808- 2 Thle. in 8. Dessen Ueberblick über die Zu-sammensetzung der thierischen Flüssigkeiten. Nürnb. 1S14- 8-Dessen Uebersicbt der Fortschritte und des gegenwärtigen Zu-standes der thierisehen Chemie, das. 1815. 8-
J. Fr. John’s Chemische Tabellen des Thierreichs. Berlin1814- fol.
§. 132.
Die gröbsten Fortschritte der thierischen Che-mie haben wir von ihrpr immer engeren Verbin-dung mit der Physiologie und mit der Pathologiezu hoffen, besenders wenn sie zugleich die Thier-reihen bei den einzelnen Gegenständen vergleichtund das Alter der untersuchten Individuen berück-sichtigt.
Anm. Der blofse Chemiker kann keine thierische Chemieliefern; er mufs selbst Fhysiolog seyn, oder sich mit den Phy-siologen auf das Engste zu den Untersuchungen verbinden.Wenn er z. B. weifs, wie schnell die Blut.blaschen, oder diesogenannten Blutkiigelchen der warmblütigen Tliiere (im Qegen-satz gegen die der kaltblütigen) zergehen, wenn er die ver-schiedene Form und Gröfse derselben bei den verschiedenenKlassen der Thiere kennt, so müssen seine Untersuchungendes Bluts gewifs dadurch gewinnen« Eben durch den beständigen