ich davon sah, konnte man deutlich die Spuren ihrer Zerstö-rung wahrnehmen, es war also keine Varietät; inan sprach vomfehlenden runden Bande des Oberschenkels in der Pfanne desBeckens, allein es fehlte wohl nie anders, als nach vorgängigerCat'ies, die dasselbe zerstörte. Eben so mhfs man zweitens nichtdie Veränderungen daliin rechnen, die mit zunehmendem Alterentstehen, und wo man oft unschlüssig bleibt, wie viel davondem Alter selbst, wie viel den während de3 Lebens häufig vor-kommenden krankhaften Zuständen zuzitschreiben ist. Dahingehört z. B. die Verknöcherung vieler Theile, der Sand in derZirbeldrüse, die Farbe der Lungen, der Bronchialdrüsen u. s. w.
Anm. 2- Alle Varietäten lassen sich in zwei Abtheilun-gen bringen, deren eine diejenigen umfafst, welche sich aufeine frühere Bildung beziehen, die vorübergehend seyn sollte,allein blieb und sich im Sinn des früheren Zustands entwickelte.Wird diefs hinderlich, so nennt man es gewöhnlich Krankheitoder Misbildung, z. B. die doppelte Hasenscharte, die bleibendeHaut der wässerigen Feuchtigkeit des Auges oder die sogenanntePupillarmembran; bemerkt man keine Übeln Folgen davon, sonennt man es Varietät, z. B. die gelileilt bleibende Niere, dasaus zwei Siücken bestehende Stirnbein. Die andere Abtheihmgbegreift alle die eigentlich sogenannten Abweichungen, welchesich auf keinen früheren Zustand zurückführen lassen, sondernsich auf eine gewisse Breite im Bildungstypus beziehen. Sokann z. B. statt dafs wie gewöhnlich der Muscitlus obturato-ritts internus oben und Unten von einem Musculus gemiuus be-gt'änzt ist, der obere gemimts fehlen lind der untere doppeltso grofs seyn. So Vereinigen sich oft der Mittelarmsnerve (me-dianus) Und der äufscre HautncrVe (muscttlocutaneus) und aufVerschiedene Welse, dann kommen Nervenzweige von dem einen,die sonst von dem auderu entspringen,
Anm. 3. Die Abweichungen der Knochen betreffen meh-remheils nur ihre Gröfse und Stärke, wodurch das ganze Ske-»lett oder das Verhältnifs einzelner Theile desselben bestimmtwird; oder es sind Veränderungen durch das Nerven-, Gefäfs-
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