Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
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111
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p. l 31. Morbi symmetrici et asymmetrici. C.Fr. Ed. Mehlis comm. de morbis hominis dextriet sinistri. Gott. 1818. 4*

§. 125.

Streng ist die Symmetrie in den äufsern Thei-Ien; innerlich im Knochensystem und in dessen An-hängen, den Bändern u. s. w.; im Gehirn undRückenmark, wie in den thierischen Muskeln undNerven, und in den Sinnesorganen; im Stimmor-gan, in den Brüsten und den Geschlechtstheilen;in den mehrsten für alle jene Theile bestimmtenGefäfsen. Ziemlich symmetrisch sind die Organedes Athmens, der Harnabsonderung.. Unsymme-trisch ist das Herz und der gröfste Theil der Ver-dauungsorgane, und mit ihnen die für sie bestimm-ten Nerven und Gefäfse.

Anm. Wo die Symmetrie mehr oder weniger aufgehobenist. da sind doch die Organe so vertheilt, dafs das nur aufeiner Seite Befindliche durch etwas Anderes auf der entgegenge-setzten Seite ersetzt wird; so liegt die Leber rechts, links dieMilz und der gröfste Theil des Magens. Ganz symmetrisch istder Anfang und das Ende des Darms mit den Nebenparthieenzur Einspeichelung u. s. w. so wie ein Theil des Grimmdarms.Der aus seiner Lage genommene Darmkanal kann in zwei glei-che Hälften getheilt werden.

§ 126.

Die Symmetrie bezieht sich nicht auf den Werthder Theile, und scheint nur da unentbehrlich zuseyn, wo ein Gleichgewicht für den Körper beiallgemeinen oder einzelnen Bewegungen in graderRichtung hervorgehen soll.