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§. 122 .
Sämmtliche Theile des Körpers bilden einGanzes, doch ist die Verbindung einzelner Parthieenderselben unter sich oder mit gewissen Centralor-ganen viel inniger als mit den übrigen, und es bil-den sich dadurch mehr oder minder geschlosseneSysteme, die einen besondern Bau und einen eigen-thiimlichen Wirkungskreis zeigen.
Anm. 1. Bui den zusammengesetzteren Thieren finden wirmelirere Centralorgane und jedes derselben auf die zu ihm zu-gehörigen Theile von grofsem und entschiedenem Einflufs. Wirfinden aber auch bei ihnen den wechselseitigen Einflufs allerContralorgane und Systeme auf einander sehr stark. Bei deneinfacheren Thieren hingegen werden alle Systeme von einan-der unabhängiger; bei den einfachsten Thieren giebt es endlichgar keine Centralorgane mehr.
Anm. 2* Bei Misgeburten sieht man oft jenen Zusammen-hang sehr schön. Bei einem Kinde sah ich mit dem Mangelder Augenlidle und des Auges, auch die dahin bestimmten Ner-ven derselben Seite am Gehirn fehlen, und der Sehnervenhügelder Seite machte einen Vorfall nnd ging mit einem rundenFortsatz (gleichsam einer Spur des Sehnerven) in das Gehirnzurück. VergL Abh. d. K. Ak. d. Wiss. in Berlin. B. 1818-4 S. 185.
§• 123.
Aufser jener Verbindung der Organe zu ge-wissen Systemen, findet sich noch eine zweite durchdie Lage derselben in den verschiedenen Theilen,worin der Körper seiner Gestalt nach zerfällt, z. B.dem Kopf, dem Hals, der Brust, den Gliedmas-sen u. s. w.