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selben allein zeigt so vielerlei Gestalten und gebt endlich soganz in Gänge oder Schläuche über, dafs man unmöglich eineGrundform der Drüsen annehmen, kann, sondern jeder Körpersey er aus Zellen (Prostata), aus Höhlen (cryptac simplices etcompositae), aus Gefäfsen (die Hoden, die Leber, und eineMenge unserer zusammengesetzten Drüsen bei den Tlnercn),oder aus festen Körnern gebildet, für eine Drüse halten mufs,sobald er ein abgeschlossener Theil ist, der eine eigenthümlicheFlüssigkeit bereitet und ausführt.
Anm. 2. Die Anhänge des einsaugenden Systems bei denhöheren Thieren, welche man zusammengeballte Drüsen (glan-dulae conglobatae) nannte, sind keineswegs für Drüsen zu hal-ten, da sie nur Knäuel der cinsaugenden Gefäfse sind; mit demsel-ben, wenn nicht mit mehreren! Recht könnte man die Nerven-knoten für Drüsen anselien. Ghaussier nennt jene auch nurGanglien der einsaugenden Gefäfse,
§• 112 .
Eingeweide (viscera, splanchna) nennen wirdiejenigen zusammengesetzten, in unserm Körpereinzeln oder zweifach vorkommenden Organe, wel-che keine eigenthümliche Flüssigkeit bereiten undaussondern.
Anm. Diese Bezeichnung ist zum Theil negativ, dochnicht füglich anders, zu geben, wenn sie genau seyn soll. Aufdiese Weise entgeht man auch dem Uebelstand, die Thyreoi-dea, die Thymus, die Milz, die Nebennieren zu den Drüsenrechnen zu müssen, indem man sie bequem den Eingsweidenzugesellen kann. In unserm Körper kommt kein Eingeweidemehr als zweimal normal vor, hei den Thieren sind einigemehrfach z. B. mehrere Milzen bei den Walfischen, drei Her-zen bei den Sepien, mehrere Augen bei den Insecten u. s, w.