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ihümliciie Art fest zusammengewebten Zellstoff, den Gef<ifsedurchdringen, und durch welchen Nerven wenigstens ihren Ver-lauf nehmen, wenn sie auch nicht darin bleiben. Die Talg-drüsen sind bei uns mit der einzigen Ausnahme der Meibom*sehen Drüsen einfach (Glandulae simplices, Cryptae sebiferae);bei den Thieren kommen häufig am After zusammengesetztevor, doch ist die Zusammensetzung nur darin bestehend, dafsdie Höhlen zusammenfliefsen und einen Drüsenschlauch bilden.Die Schleimdrüsen in den Lippen, am Gaumen, auf der Zunge,auch die mehrsten am Darmkanal u.s. w. sind einfach (cryptae,folliculi mucosi); zusammengeliäuft (aggregatae), wo aber dochjeder acinus sich besonders entleert, sind die Mandeln, diePeyerschen Drüsen. Viel zusammengesetzter als die vorigensind die Speichel- -und Milchdrüsen, welche man conglomerataenennt, wo sich die zarten Gänge der einzelnen Körper ineinen oder mehrere Hauptgänge vereinigen.
§. 120 .
Nimmt man auf jene Korner (acini) keine Rück-sicht, welche man sonst als eigentliche Drüsensub-stanz bezeichnen kann, sondern sieht man nur aufdie Bereitung einer eigenthürnlichen Flüssigkeit, wel-che durch besondere Gänge ausgeleert wird, so istman gezwungen, die Leber, die Nieren, die Hodenebenfalls für Drüsen zu erklären.
Anm. 1. Dies scheint mir auch vorzüglicher, weil mansonst gar zu sehr gebunden ist. In der Vorsteherdrüse (prostata)iliefsen die Acini schon so sehr zusammen, dafs man sie nichttrennen kann; in der Leber ist diefs noch mehr der Fall; inden Nieren kommen einzelne Körperchen vor, abee gegen dieganze Masse nur sparsam, das melirste beruht auf Gefäfsen(noch mehr oder ganz hei Thieren); in den Hoden des Men-schen sind keine Acini, nur Gefäfse, Dagegen sind die Hodender Fische drüsenartig gebaut, und die Bauchspeicheldrüse der-