Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

103

Speiseröhre, im Darm; an andern Theilen sind sie schwererdarzustellen, wie z. Ü. in der Nase.

Aura. 2* Man hat zum Theil verschiedene Schichten indiesen Hauten angenommeu, daraus auch wohl verschiedeneHaute gemacht, z. B. eine Gefäfs- und eine- Schleimdrüsenhaut;allein diefs ist nicht zu billigen; die Drüsen können oberfläch-licher, können tiefer liegen , immer liegen sie in der Gefäfs-haut; diese kann dicker, kann dünner seyn,. dennoch ist siestets einfach.

Anm. 3* Am häufigsten ist der Irrthum in neueren Zei-ten, dafs man die Schleimhaut als die innerste Haut, z. B. imDarm, in der Harnblase u. s. w. annimmt; diefs ist aber nir-gends zuzugeben, stets ist sie mit einer (serösen) Hülle (demEpithcÜmn) nach der inuern freien Seite des Tlieils, dem sieangehört, überzogen, die oft selir fein wird, wie in der Luft-röhre , im Magen u. s. w. Der Irrthum rührt hauptsächlichdavon her, dafs die innere Hülle ein so verscliiednes Ansehenannimmt, daher z. B. in der Speiseröhre, an dem obern Ma-gen munde aufzuhören scheint, oder in dem Magen selbst ver-schieden ist. Daher wird auch dieVillosa von, einigen Neuerenfälschlich als Schleimhaut betrachtet*.

Anm. 4« Die der Schleimdrüsen, gänzlich ermangelndeneigenthümlichen Häute der Gefäfse (auch anderer Gänge z. B.der Uretercn) gehören übrigens hieher, liegen aber nicht zwi-schen zwei Häuten, sondern zwischen Zellstoff und einer an-dern Haut.

§. 115.

Die Faserliäute (tunicae iibrosae* aponeuro-ticae) werden hier nur des Zusammenhangs wegengenannt; es ist schon §. 89- und 91. das Notlügedarüber angeführt.