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Schleimsäcken (bursae mucosae) die den Sehnen grofse Beweg-lichkeit gestatten, da der Sack ausgedehnt werden kann; an einBefeuchten der Sehnen ist dabei nicht zu denken. Vergl.§.71»
Anm. 5* Die Entzündungen und andern Uebel, welcheman den serösen Häuten zuschreibt, sind ebenfalls nur denihnen anliegenden Theilen zugehörig, und mit ihren Umwand-lungen, ©der veränderten Absonderungen, werden erst jeneHäute verändert, z. B. verdickt, verknöchert u. s. w. Eineseröse Haut für sich kann so wenig entzündet werden, als esdie Oberhaut kann, und so wenig die verschiedenen krankenStoffe, welche durch die Haut dringen, von der Oberhaut her-rühren, so wenig ist das im Innern bei den serösen Häutender Fall. Pleuritis, Fericarditis, Peritonitis sind also Entzün-dungen der Oberfläche der Lungen, des Herzens, der Bauch-eingeweide. Man schreibt sogar die grofsen Schleimmassen, diebei der ägyptischen Augenentzündung vom Auge herströmen,der Conjunctiva zu, und um sich die Sache zu erleichtern,machr man sie zugleich zu einer Schleimhaut, welches sie ge-wifs nicht ist.
§. 114 .
Die Schleimhäute (tunicae mucosae), wel-che auch eigenthümliche (t. propriae) oder Gefäfs-häute (t. vasculosae) oder Nervenhäute (t. nerveae,eigentlich Sehnenhänte, von der ältern Bedeutungdes Worts nervus) genannt werden, haben keinefreie Seite, sondern liegen Zwischen andern Häuten,sind stets mit Gefäfsen und Nerven, gewöhnlichauch mit Schleimdrüsen (glandulae muciparae) ver-sehen.
Anm. 1. Diese Häute verhalten sich zur Haut (§. 116.).wie tlie serösen zur Oberhaut. Die Schleimdrüsen sind inmanchen Theilen sehr grols, wie in der Mundhöhle, in der