Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
104
Einzelbild herunterladen
 

104

§. 116 .

Die Lederhaut (corium, cutis) ist die unterder Oberhaut befindliche Pitille unsers ganzen Kör-pers, welche nach aufsen dichter, nach innen locke-rer, sehr reich an Gefäfsen und Nerven, und anvielen Stellen mit Talgdrüsen (glandulae sebaceae)versehen ist,

Anra. 1- Sie ist bald dünner, z. B. im Gesicht, balddicker, z. B. am Rücken, unter der Fufssohle, und da ihreäufsere dichtere und ihre innere lockere Oberfläche verschiedenerscheinen, da jene sogar beim Neger gefärbt ist, und da inKrankheiten der Haut Ergüsse zwischen ihr und der OberhautVorkommen, oder sich unter der alten absterbenden und sichabschuppenden Oberhaut eine neue zeigen kann, so hat manbald zwischen ihr und der Oberhaut eine eigenthümliclie Mem-bran (rete), oder einen eigenen Schleim (mucus Malpighii)angenommen, bald aufser der Haut und Oberhaut noch eineMengeAbtheilungen gemacht, welches alles künstlich ist. Macerirtman die Oberhaut, so löset sie sich in Schuppen und ineinen Schleim auf, allein unter der frischen, natürlichen Epider-mis ist bei uns nirgends ein Schleim, eben so wenig eine zweiteEpidermis, oder das Rete Malpighii, welches an grüfseren Thier-zungen z. B. der Rindszunge vorhanden ist. Die Exanthemesitzen mein im äufsern Theil der Haut, allein dieser geht ohnealle Gränzon in den anderen über.

"VVilh. Cruikshank (Abhandlung über die unmerklicheAusdünstung. A. d. Engl. Lpz. 179S- 8-) beschreibt eine MengeSchichten der Haut und bildet sie ab, allein es ist die Pocken-haut einer Negerin, die er darstellt, überdiefs ist vieles darineiner Hypothese zur Liebe abgebildet, z. B, die Poren. Er hat1. das Oberhäutchen, 2. das äufsere Blättchen der Schleimhaut,3. die eigentliche Schleimhaut, 4 die Membran in welcher dieBlattern safsen, 5. ein» sehr dünne Membran, 6, die eigentlicheHaut,