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Anm. 1. Ihre Ausbreitung ist sehr verschieden; ein Theitstellt geschlossene Säcke dar, wie das Bauchfell, das Brustfell,der Herzbeutel, die Spiiniwebenhaut des Gehirns, die Scheiden-häute, die Schleimsäcke, die Synovialhäute; andere bilden dieinnerste Haut aller Gefäfse, seyen es allgemeine oder besondere,des Speisekanals, der Luftwege, der Harn- und Geschleclns-wege; die Conjuncliva steht der Ausbreitung und Lage nachzwischen den serösen Häuten und der Oberhaut in der Mitte.
Anm. 2. Sprengel spricht in seiner Pathologie (1. B.§■ 222. 2- B. §. 5390 von Nerven, die ihm Meckel der Va-ter in der Pleura gezeigt haben soll; in den Institut. Physiolog.1- p. 448. sagt er: nervus nullus fere etc. allein nirgends hateine seröse Haut Nerven.
Anm. 3- Mehrentheils spricht man ihnen die Blutfiibren-den Gefiifse ab, läfst sie aber aus farbenlosen oder ausliauchen-den und aus einsaugenden Gefäfsen, oder blos aus diesen be-stehen, allein alles dieses ist gleich falsch. Nicht ein einzigesGefäfs geht irgendwo in ihre Substanz ein, sondern sie legensich über die Gefäfse, wenn diese an andern Organen z. B.dem Herzen, der Leber befindlich sind, und sollen seröse HäuteGefäfse ganz umschliefsen, so müssen sie Verdoppelungen bil-den, wie z, B, die Gekröse, die Netze, die Falten der Därme.Man kann die serösen Häute von den Organen, die sie beklei-den, vorzüglich bei einem wassersüchtigen Zustande (z. B. desHerzbeutels) mit Leichtigkeit von den einsaugendeu und andernGefäfsen abziehen, und das Mikroskop zeigt keine Spur vonGefäfsen darin; sie bestehen blos aus Zellstoff, uni sind seinenach freien Räumen hinauslaufenden Endigungen.
Anm. 4- Keine seröse Haut sondert daher selbst irgendetwas ab, sondern die Flüssigkeiten treten durch sie hindurch,wie die Ausdunstung durch unsere Oberhaut, ohne dafs es dazubesonderer Poren bedürfte. Im allgemeinen leisten sie auchallen innerfi Tlieilen, was die Oberhaut der Haut leistet, siesind ihre Hülle, ihre Grenze und Vermittlerin. BesondereZwecke können im Einzelnen statt finden, z. B. wo den