Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
95
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Ende liegt bei einigen Sinnesnerven klar vor Au-gen, scheint aber überall auf dieselbe Weise be-schaffen zu seyn, nämlich in sich geschlossen. KeinNerve verliert sich in einem Gefäfs; in einer Drüse;im Muskel scheint nirgends ein Nerve mit dessenFasern zu verschmelzen, und noch weniger an ihmmit einem freien Ende aufzuhören. Ueberall um-schlingen die Nerven nur die Gefäfse, und eben soumfassen sie im Muskel dessen gröfsere und klei-nere Fascrbiindel und bilden um jedes desselbenein Netz oder eine Schlinge. Etwas Aehnliches istim electrischen Organ der Fische. Die Nerven kön-nen auch dazu hinreichen, da ihr peripherischesEnde bedeutend gröfser wird, wie Sömmerringzuerst gezeigt hat.

Anm. Ich halte diesen Punct, auf welchen ich durchUntersuchungen gelangt bin, höchst wichtig. Reil (Exerc. destructura nervorum) glaubte, dafs die Nerven mit freien Endenaufhörten, welches gewifs nirgends statt findet, auch sich gleichzeigen miifste, wenn es irgendwo vorkäme. Prochaska (Phy-siologie p. 82.) glaubt, die Nervensubstanz wurde mit der übri-gen in den Organen (namentlich dem Eiweifsstoff) verschmol-zen, allein auch das scheint nirgends zu seyn, sondern die Ner-vensubstanz bleibt streng gesondert_Sam. Ch. Lucae (Quae-

dam obss. anat. circa nervös arterias adeuntes Francof. ad M-ISIO- 4-)läfst grofse Nerven an die Arterien, namentlich in der Figuran die Art. brachialis galten, allein die Figur verdankt einemflüchtigen Präpariren ihr Daseyn und ist gänzlich falsch; waser §. 6. davon sagt, ist eben so wenig in der Natur gegründet.

Will man sich überzeugen, wie die Nerven die Muskelbün-del umfassen, so präparire man eine gröfsere Thierzunge z. B.eines Pferdes; aber freilich die Verschlingungen der Zungen-