— 84 —
kein Knorpel vorhanden ist, wodurch sie sich vonder übrigen Knochenmasse unterscheidet.
Anm. Wie sehr der Schmelz' zur Natur des Zahns ge*hört, sieht man daraus, dafs nie Zähne des Menschen und sol-cher Thierc, denen er zukomnu, ohne denselben gefunden wer-den, selbst wenn sie sich in krankhaften Geschwülsten z. Ji.im. Eyerstock erzeugen. Bei den zusammengesetzten Thierzäh-nen tritt noch ein® eigenthiimliche Substanz, das CemenUun,hinzu.
§• 87.
Das Knochengewebo selbst hat wie das Knor-pelgewebe keine Nerven, sondern die wenigen,welche sich darin zeigen , gehören den Gefafsen derMarkhaut. Seine in der früheren Periode sehr zahl-reichen Gefäfse nehmen immer mehr ab, und indemselben Verhältnifs schwindet allmählig die sonststarke Ernährung und leichte Wiedererzeugung.
Anm. Diese betrifft gewöhnlich nur Theilo der Knochen.Mit Unrecht glauben Viele, dafs hei jeder Nekrose eine Wie-dererzeugung statt findet, und der ganze Knochen neu gebildetsey, während, was man dafür hält, gewöhnlich nur ein alternicht abgestorbener, aber doeb krankhafter Knochen ist. Rich-tiger urtlieilt Leveillc Memoires de Physiologie et de Chi-rurgie. Paris 1804- 8- N. IV.
§• 88 .
Bei dem Menschen sind bis auf die Zungen-beine und einige Sesambeine alle Knochen zu einemGanzen (Skelett) verbunden. Im hohem Alter oderin Krankheiten verknöchern jedoch viele Theile.
Anm. Bei vielen Säugthieren vermehrt sich die Mengeder Sesamheine, so dafs nicht blos die Beuge-, sondern auchdie Streckmuskeln damit versehen sind; hei mehreren sind statt