Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
83
Einzelbild herunterladen
 

83

Hlrscli, Damhirsch u. 6. w. in jüngeren Individuen ebenfallsknorplig. Auch die widernatürlichen Knochen bilden sich so,und man findet daher an Theilen die oft verknöchern, z. B. anArterien, an serösen Häuten (auf der Oberfläche der Milzu. s. w.)bald knorpelige, bald Knochen*Stücke. Die Versteinerung un-terscheidet sich daher leicht von der Verknöcherung, denn imStein oder erdigen Concrement liegt kein Knorpel.

Anm. 2- Den Bau der Knochen hat Ant. Scarpa (Depenitiori ossium structura. Lips. 1799* Fol.) auf das richtigstebeschrieben und durch treffliche Kupfer erläutert. Vergebenshaben Mich. Troja (Osservazioni ed Esperimentl sulle ossa.Napoli 1814* 4* tabb.) und Mich. Medici (Esperienze intor-no alla tessitura organica delle ossa. In: Opuscoli scientiliciBologna 1818- 4- P- 93107- tab. IV.) dagegen die lamellöseStructur der Knochen in Schutz genommen, denn ihre Unter-suchungsart, die Knochen nach geringer Einwirkung der Säurender Luft und dem Feuer auszusetzen, ist nicht zu billigen. Auchdie Untersuchungen der Knochen im gesunden und krankenZustande von J. Howship (in: Medico-Chirurgical Trans-actions Vol. VI X. Lond. 1815 19. mit vielen Kupfern)scheinen mir von geringem Werth: das Sonnenmikroskop war

liier sehr überflüssig; auch das zusammengesetzte Mikroskopist, so wie H. die Knochen behandelte, nicht geeignet, über die-1 selben Aufschlufs zu geben; und seine Kanäle, Löcher u. s. W.sind nicht besser als die Nägel und Platten von Gagliardi.

Anm. 3. Auffallend und hinsichtlich seiner Enfstelutngs-art etwas räthselhaft ist der Rückenknöchen der Sepien (Din-tenfische), welchen Tilesius (Isenflamms und Rosen*müllers Beiträge 1. S. 91 136. Taf. 3*) genau beschriebenUnd abgebildet hat.

§' 86 .

Der Schmelz (substantia vltrea) der Zähneist eine diesen eigenthümliche Substanz, in welcher

F 2