'<V4*
— 80 —
.Um. 1. Die Luftröhrenringe, die Knorpel des Kehlkopfsverknöchern gewöhnlich im hohem Alter, allein nur auf einasehr unvollkommene und unregelmiifsige Weise.
Anm. 2- Verknöchernde Knorpel linden sich hei den Wir*belthieren fast ohne Ausnahme; dann bei den Crustaceen, beiden Insecten, Mollusken und einigen Strahlthieren. BleibendeKnorpel kommen noch bei den Ringelwürmern (z. B. den Blut-egeln), und selbst bei einigen Eingeweidewürmern vor.
§• 82.
Die Faserknorpel linden sich hauptsächlich zwi-schen solchen Knochen, die sich gar nicht gegeneinander bewegen, z. B. zwischen dem Keilbein,Schlafbein und Hinterhauptsbein, zwischen demDarm- und Heiligenbein; oder wo bei der gerin-gen Bewegung eine starke Befestigung nöthig war,wie zwischen den Wirbelbeinen; oder als Hiilfs-theile der durch sie vergrofserten und theilweisenachgiebigen Gelenkhülen; oder endlich als Stütz-punkte mancher Sehnen.
Anm. Zu ähnlichen Zwecken sehen wir sie im Thierreichweit verbreitet. Bei den Muscheln verbinden sie die Schaalenmit einander. (
§. 83.
Da die Knorpel so einfach scheinen, und sohäufig in widernatürlichen Gebilden Vorkommen, soist es sehr auffallend, dafs sie sich nach den bis-herigen Erfahrungen nicht wieder zu erzeugenscheinen.
Anm. 1. Es werden die Knorpel in allerlei Theilen wider-natürlich gebildet, z. B. an serösen Häuten und in damit aus-gekleideten Höhlen. In den groben Säcken, welche die Kinderzuweilen mit auf die Welt bringen, und die an dem untersten
Theil