Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
74
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Zellgewebe scv zarter und nachgiebiger, als bei den Th irren.Von der Haut und dein Fettgewebe unter derselben scheint mirhier nicht die Rede seyu zu dürfen, weil darin wegen mancherEigemhiimlichkeiten z. B. der Hautmuskeln, manches verschie-den ist, die ein mehr lockeres Gewebe nöthig machen, sonstaber möchte ich jenen Satz nicht unterschreiben. Die Zartheitdes Zellstoffs richtet sich vielmehr im Allgemeinen nach derGröfsc, nach dem Alter, und vorzüglich nach den Tlieilen derthicrischcn Körper, die mau untersucht. Vergl. §.74> Anm.2-

§. 71.

Im zweiten Zustande, als verhülltes, parenchy-matöses, oder Organen-Zellgewebe, ist es nurdurch Hülfe der Kunst darzustellen, entweder durcheine kurze Einwässerung, wie bei weicheren Häu-ten und Geläfsen, Drüsen und Eingeweiden, oderdurch eine lange fortgesetzte, wie bei sehnigen Thei-len und Knorpeln, oder erst nach vorhergängigerEinwirkung der Säuren, wie bei den Knochen.

Anm. Ich habe so wenig als Hunter und Hatcbeftim Schmelz der Zähne Zellgewebe gefunden, doch wird es vonAndern darin angenommen. Auch im Schmelz der I'orzellau-schnecken (Gypraea; ist nach Hatclieit wenig oder nichts da-von enthalten. Im Horngewebe fehlt es entweder, oder es istso modilicirt, dafs es zu fehlen scheint.

§ 72 .

Das umhüllende Zellgewebe des ganzen Körperssteht in Verbindung, doch macht es je nach denverschiedenen Organen gleichsam verschiedene Züge(tractus), wo der Uebergang leichter und freier ist:;daneben ist derselbe an dem gröbsten Theil derMittellinie viel beschränkter.